Heute erhielten wir einen Einblick in die Gambenmusik, die vor ungefähr 400 Jahren entstand und vorwiegend melancholische Klänge hervorbrachte. Uns wurden eine Sopran-, eine Alt- und eine Bassgambe vorgestellt. Die Liebestragödie „Romeo und Julia“, erstmalig gedruckt 1597, wurde uns mit musikalischer und melancholischer Untermalung vor Augen geführt, wobei durch den Klang der Gamben die Handlung gefühlsmäßig besser verständlich wurde. Romeo Montague und Julia Capulet lebten ihre Liebesträume. Die Glut der Liebe wurde beeinträchtigt durch das Missverhältnis der beiden Elternhäuser zueinander. Die Glut, von Schauergeschichten beeinträchtigt, erlosch, zumal damit auch keine positive Übertragung auf die Umwelt verbunden sein konnte. Nur durch das freiwillige Hinscheiden beider Kinder war die Versöhnung der Familien möglich. Die Musik ließ uns die inhaltliche Wiedergabe der Tragödie in einem lebensbejahenden Licht erscheinen. Die Töne, zwar von Melancholie getragen, wirkten beruhigend und gelassen auf die anwesenden Mitglieder und Gäste. Das Spiel der Saiten, vorgetragen von einem Trio, regte uns zum Nachdenken und weiterhin zu einem guten Miteinander an, so wie es in unserer Volkssolidarität üblich ist. Das musikalische Trio wurde mit Sonnenrosen verabschiedet, welche auch ein Symbol für zukunftsweisende Versöhnung und Optimismus sind. H. Sommer

 

Unser Veranstaltungsraum in der Senioren-Residenz war entsprechend der Karnevalzeit mit Girlanden und bunten Luftballons ausgeschmückt.

Herr Jörg Gudzuhn, wohnhaft in Neuenhagen, las uns aus dem schriftstellerischen Schaffen Stefan Heyms vor. Stefan Heyms Lebensdaten umfassen die Jahre 1913 bis 2001. Seine Ruhestätte fand er auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee. Er war ein sozialkritischer Schriftsteller.

Wir hörten Ausschnitte aus „Immer sind die Weiber weg“ und „Immer sind die Männer schuld“.

Er widmete Geschichten, mit Humor geschrieben, seiner Frau. Er schreibt ideenreich und man könnte daraus folgern; Frauen wollen gern viele Eindrücke wahrnehmen, beweglich sein, aus Beengtheit herauskommen, ihre Träume erleben und verwirklichen.

Stefan Heym beschreibt, wie er in der Lage ist, den Geduldsfaden so zu ziehen und zu beanspruchen, so dass er nicht zerreißt. Die Pointen seiner Geschichten sind so, dass es immer wieder nach langem Warten ein freudiges Wiedersehen gibt.

Man fragt sich mitunter, was das Wort „Wegsein“ wohl bedeutet?! Es ist unterschiedlich definierbar, bedeutet aber auch eine erneute Ankunft in den vertrauten Alltag mit seinen besonderen Episoden und teilweisen Unannehmlichkeiten.

Die Gattin Stefan Heyms empfand Freude und Zuversicht beim Lesen seiner niedergeschriebenen Gedanken.

Herr Jörg Gudzuhn versäumte nicht, uns den Schriftsteller Hans Fallada zu vergegenwärtigen. Bei Hans Fallada stand kleinbürgerliches Leben im Mittelpunkt.

Wir hörten einen Ausschnitt aus dem Schaffen Falladas, hier sinngemäß niedergeschrieben.

Die Öffentlichkeit sollte ausgeschlossen werden bei den Sitzungen des Senats, der sieben älteren Herren in weinroten Roben. Aber eine Großmutter und gleichzeitig Schwiegermutter drang in den Saal ein, wollte sich an den Abhandlungen, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren „ergötzen“ und durch besonders höfliche Knickse beeindrucken. Glücklicherweise wurde sie trotz ihrer Zuwiderhandlung, nach Meinung des damaligen Gerichtswesens, mit Höflichkeit von einem Gerichtsdiener aus dem Saal geführt.

Solche Episoden gab es eben auch zu Falladas Zeiten, ohne Tumulte, aber auch ohne kritische Stimmen aus der Öffentlichkeit.

Beim aufmerksamen Zuhören hatte man das Gefühl des Entstehens zeitkritischen Gedankengutes.

Es war schön für unsere Mitglieder und Gäste, sich beim Zuhören zu entspannen.

Die anschließende Tanzmusik, von Herrn Klaus Kuschel eingeleitet, diente in angenehmer Atmosphäre unserer Gesundheit und Ausgeglichenheit als Ausdruck der Lebensfreude.

 

 

H. Sommer

 

 

 

 

Kinder der Förderschule „Amselsteg“ stellten sich in einer Band vor. Gitarre, Keyboard und Schlagzeug waren die dominierenden Instrumente. Der Gitarrist unterschied sich von den anderen Mitwirkenden durch seine etwas älteren Jahre und den kräftigen und sehr wirkungsvollen Ton seines Instrumentes.

Selbst geschriebene und vertonte Lieder wurden vorgetragen.

Kinder dieses Alters verschenken gern ihre Gefühle. Sie haben Träume von leuchtenden Sternen und Sonnen, die Licht in ihre Kinderwelt bringen. Den Blick zu dem wunderbaren Sternenhimmel, erste Liebe und ersten Kuß stellen sie in diesen Zusammenhang. So singen sie davon mit Hingabe und ihren eigenen Emotionen. Sie wollen kühn sein in ihrer Art und auch charakterfest. Sie sangen vom Fliegen über den Wolken und somit auch vom Kennenlernen anderer Länder und deren Menschen. Leben bedeutet für sie auch der Blick auf das blaue Meer und denen bei ruhigem Wellengang dahingleitenden Schiffen. Sie besingen den sonnigen Morgen, den weichen weißen Sand und den Duft des Meerwassers.

Nahe am jugendlichen Alter geben sie uns ein wenig Einblick in ihre Gefühlswelt, einer Welt, die wir uns ebenso gut vorstellen können, der wir uns nicht verschließen und die uns glücklich macht.

 

Anschließend las uns Frau Uta Rischke den Kassenbericht vor, welcher von Frau Ludwig überprüft wurde. Spendenaktion, Kuchenbasar, Gemeindezuschuß und Tabu-Reisen-Bonus gehörten zu den Einnahmen. Ausgaben für kulturelle und soziale Zwecke, Büromaterialien und Fahrkosten wurden erwähnt.

Unser Vorstand, bestehend aus den acht Aktiven, die vor uns standen, wurde einstimmig wieder gewählt.

Wir stimmten freudig und mit Beifall zu, als der alte Vorstand ein kleines Dankeschön für die geleistete Arbeit erhielt.

 

 

H. Sommer

 

 

Die Weihnachtstanne, bunt geschmückt, brachte wie immer eine zauberhafte Stimmung in den Raum. Herr Volkmann begrüßte die Künstlerin Velia Krause und erwähnte auch das 25jährige Jubiläum der Seniorenresidenz mit herzlichem Dank. Frau Preuß wurde ebenfalls für den uns zu den Veranstaltungen dargebrachten Service gedankt.

Zahlreiche Weihnachtslieder in traditioneller als auch zeitgenössischer Fassung wurden von Velia Krause vorgetragen.

Die Berliner Schauspielerin und Sängerin rezitierte auch Weihnachtsgedichte und gab uns Einblicke in die Bedeutung des Advents und der Weihnacht.

So meinte man mit Advent die „Ankunft der neu geborenen Sonne“ und mit Weihnacht die alte Sonnenwendfeier.

Vorweihnachten und Weihnachten tragen etwas Besonderes in sich, auslösend durch den hellen Kerzenschein und durch alte Lieder mit Tradition und neuere, immer wieder den Weihnachtsfrieden und die menschliche Wärme betonend.

Ungefähr 170 Jahre gibt es den Adventskranz, der sich mit seinen vier Kerzen zu Weihnachten in einen glanzvollen Weihnachtsbaum verwandelt.

Bereits 1795 erschien der Weihnachtsbaum in den Wohnzimmern.

Lorbeer- und Tannenzweige dienten nicht nur als wohltuender Schmuck, sondern haben auch der Bedeutung nach die Aufgabe, „böse Geister“ zu vertreiben.

Jedes Jahr am 13.12. wird in Schweden das „Lucia-Fest“ gefeiert. Kränze mit Kerzen, die auf den Köpfen getragen werden, sollen die Sonne in die Herzen hineinbringen.

Sehr viele Weihnachtslieder sind von der Idee und Zuversicht geprägt, die Wünsche der Kinder zu erfüllen, Weihnachtsfreude zu bringen und die Familie in Harmonie und Glück zu wissen.

Diese Gedanken wurden bereits 1795 in dem Lied „Morgen Kinder wird’s was geben“ erwähnt.

In diesem Sinne bleibe dies weiterhin Tradition, damit unsere guten Träume Wirklichkeit werden.

 

 

H. Sommer

 

Wie schütze ich mich davor, Opfer einer Straftat zu werden?
Diese Frage beantwortete Herr Schirrmeister, der Ansprechpartner aus Strausberg in der Polizeiinspektion Märkisch-Oderland für Prävention.
 
Jeder von uns kann Opfer einer Straftat werden.
Diese Veranstaltung sollte dazu beitragen, Gefahren zu erkennen, um dann richtig handeln zu können. An den Anfang der Ausführungen stellte Herr Schirrmeister einige Fakten aus der                                                                                                                                                                                                                                    Kriminalstatistik des Landes Brandenburg, aus dem Landkreis Märkisch -Oderland und aus Neuenhagen.
Das Land Brandenburg mit 7.015 Straftaten je 100.000 Einwohner liegt unter dem Bundesdurchschnitt.                                                                                                                                                                                                                       Im Jahr 2017 wurden 6.037 Fälle von Betrug angezeigt. Das ist ein Anteil von 12,1 Prozent der Gesamtkriminalität. Im Jahr davor waren es noch 5.734 Fälle. Diese Zahlen spiegeln alle Arten des Betrugs wieder.
Insbesondere der sogenannte Enkeltrick oder Wohnungseinbrüche und andere Erscheinungsformen der Kriminalität in der Nähe des eigenen Wohnortes beunruhigen uns ältere Menschen in besonderem Maße und beeinträchtigen das Sicherheitsgefühl nachhaltig.
Die meisten Einbrüche ( 18.121) in Einfamilienhäuser und Wohnungen ereigneten sich in Märkisch-Oderland. Trotz vieler Warnungen gab es Einzelbeispiele, wo zumeist betagte Bürger ihre Ersparnisse an Betrüger verloren.                                                                                                                                                                                                                                Ein gutes Beispiel stellt Neuenhagen dar mit seinem seit mehreren Jahren laufenden Programm „Sichere Adresse Neuenhagen“, welches im Jahr 2017 den Präventionspreis des Landes Brandenburg erhalten hatte. Die Einbruchzahlen in Neuenhagen haben sich im Projektzeitraum von drei Jahren mehr als  halbiert.                                                                    
21,7 Prozent aller ermittelten Tatverdächtigen gehörten der Altersgruppe der unter
21-Jährigen an.
Die Zahlen sprachen eine deutliche Sprache. Die Liste der Betrugsmaschen ist jedoch lang und täglich kommen neue hinzu. Auch angebliche Polizeibeamte wurden zur Vertrauensbildung am Telefon aktiv, die wissen wollten, wo die angerufenen Bürger ihre Ersparnisse aufbewahren.
Anfangs zeigten sich einige Zuhörer über die genannten Betrügereien und Straftaten  empört und äußerten ihr Unverständnis über das Reinfallen auf Trickbetrügereien. Doch Herr Schirrmeister meinte, dass es nicht passend wäre, über die Opfer zu lächeln, denn jeder könnte doch schnell auf einen Trick reinfallen. So gab er uns  Handlungsempfehlungen anhand von Beispielen, um situationsangepasst regieren zu können. Darum sollten wir Seniorinnen und Senioren in Zukunft
Alternativen zur Vermeidung der Opferwerdung kennen
vorhandene Ängste in Gewaltsituationen durch Verhaltensempfehlungen abbauen
Gefahrensituationen erkennen
ein stärkeres Sicherheitsgefühl erlangen und ein „gesundes Misstrauen“ entwickeln
Von Anfang bis zum Schluss war zu merken, dass alle Teilnehmer sehr aufmerksam und interessiert den Ausführungen zuhörten.
Es war sehr aufschlussreich, aus dem Munde eines Kriminalbeamten zu  den Straftaten der Kriminellen konkrete Angaben zu hören.
Wir waren äußerst dankbar für all die vielen Hinweise von Herrn Schirrmeister für unser zukünftiges Verhalten in entsprechenden Situationen.


Text : M. Mäusling

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