Prof. Dieter B. Herrmann gab uns in seinem Vortrag mit dem Titel

„Von Ziolkowski bis zum Mars – eine kurze Geschichte der Weltraumfahrt“

einen Überblick der Ereignisse der letzten 60 Jahre und damit auch unserer Erinnerungen.

Schon in der Antike träumten die Menschen vom Fliegen und Ziolkowski hat sich schon 1903 Gedanken über einen Flug in den Weltraum gemacht.

1957 startete dann der erste Sputnik ins All und 1961 der erste Mensch Juri Gagarin.

Dann begann der Wettlauf der Staaten um die spektakulärsten Erfolge bei dem zuerst nur die UdSSR und die USA eine Rolle spielten. Inzwischen arbeiten mehrere Länder an der Erforschung des Weltraums. Auch wenn 1967 ein Vertrag über die nichtwirtschaftliche Nutzung der Himmelskörper geschlossen wurde, ist der Wettlauf um wirtschaftliche Erfolge schon lange eröffnet.

Mit unserem jetzt aktualisierten Wissen werden wir neue Nachrichten über die Weltraumforschung intensiv verfolgen können.

 

Am 20.03.2019 hat Dr. Eberhard Rudolph wieder auf sehr unterhaltsame Art sein Thema

 

„Stimmen der Völker in Liedern „

 

 präsentiert. Dabei gingen die Beispiele von Herder, der viele Texte von Volksliedern aufgeschrieben hat, über komponierte Lieder bis zu Opern mit Themen des täglichen Lebens. Unter den ausgewählten Stücken waren sowohl bekannte als auch unbekannte dabei.

 

Die Lieder von Franz Schubert nach Texten von Shakespeare, das vertonte Vaterunser aus der Russisch-Orthodoxen Kirche und Belafontes Lied über seine Heimat Jamaika waren die internationalen Beispiele, die mit Freude aufgenommen wurden.

 

Ein unterhaltsamer Nachmittag für alle Anwesenden.

 

 

 

 Berichtet von Evamaria Gröger                                                                               20.02.2019

 

In der Vortragsreihe der Seniorenakademie Neuenhagen referierte Frau Professor Dr. Christa Luft zum Thema:

 

" Deutschland ist Exportüberschussweltmeister - kein Grund zum Jubeln" 

Nach langjähriger Lehr- und Forschungstätigkeit im In- und Ausland zu Außen- und Weltwirtschaft wurde Frau Professor Luft im Oktober 1988 zur Rektorin der Berliner Hochschule für Ökonomie berufen. Mit einem Wissenschaftlerkollektiv arbeitete sie an Grundzügen einer DDR-Wirtschaftsreform. In der Wendezeit wurde ihr das Amt einer stellvertretenden Vorsitzenden des Ministerrates für Wirtschaft angetragen, das sie bis zu den Volkskammerwahlen am 18. März 1990 ausübte. Bis zum 3. Oktober 1990 war sie Abgeordnete der frei gewählten Volkskammer und 1994 sowie 1998 hatte sie ein Direktmandat für die damalige PDS im Deutschen Bundestag gewonnen, wo sie bis 2002 deren wirtschaftspolitische Sprecherin war. In der Folgezeit war sie vor allem als Publizistin tätig.

 

Frau Professor Luft war, wie mir persönlich auch, vielen Hörerinnen und Hörern der Senioren- Universität bekannt. Einige hatten an der Hochschule für Ökonomie in Berlin Karlshorst studiert und Vorlesungen bei ihr belegt; Bekannte, ehemalige Mitarbeiter und viele Interessierte waren erschienen. So wurden der Vortrag und die Referentin von den Anwesenden mit Spannung erwartet. Ihr Ausgangspunkt: Der Exporterfolg der Bundesrepublik beruht vor allem auf weltweit geschätzter Ingenieurskunst, hoher Qualifikation der Fachkräfte, geschätztem Service und dank hoher Arbeitsproduktivität relativ günstigen Angebotspreisen. Nicht daran ist Kritik zu üben, sondern daran, dass sie seit Einführung des Euro permanent extreme Exportüberschüsse hat, Exportüberschuss- weltmeister ist also ständig viel mehr exportiert als importiert. Das hat Folgen: Für das eigene Land, weil Überschüsse Export von Kapital darstellen, das im Inland für Investitionen fehlt. Und für die Abnehmerländer, die sich mangels Erlösen aus eigenen Warenexporten verschulden müssen. Sie häufen Verbindlichkeiten gegenüber Deutschland an, die sich entwerten können. Deshalb sind dauerhaft hohe Überschüsse nicht zum Jubeln. Nachdem Internationaler Währungsfonds und die EU-Kommission diesen die internationalen Beziehungen destabilisierenden Zustand seit langem erfolglos kritisieren, greift Donald Trump wegen horrender Defizite der USA u.a. gegenüber China und Deutschland zu Zollerhöhungen, um Importe von dort zu erschweren. Ein Handelskrieg droht.Der Ausweg kann nicht darin liegen, dass die Überschussländer ihrerseits Importzölle erhöhen. Deutschland muss anderen Ländern mehr Güter und Leistungen abkaufen und im Inland die Kaufkraft durch Lohn- und Rentenerhöhungen stärken. Das setzt eine auf gesamtgesellschaftliche Belange gerichtete und nicht nur an einzelwirtschaftlichen Interessen orientierte Politik voraus.

Nach dem Ende des Vortrages wurden, wie üblich, Fragen gestellt. So z.B. zur finanziellen Abwicklung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Euro-Raum, zur Wirkung der westlichen Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland oder zum bedingungslosen Grundeinkommen. Das Resümee dieser Veranstaltung: Die Referentin hat uns die weltweite und innerdeutsche Wirtschaftssituation näher gebracht. Der Inhalt des Vortrags war für viele der anwesenden "Nichtökonomen" anspruchsvoll, aber für alle verständlich vorgetragen.

Ein herzlicher Applaus beendete den interessanten Nachmittag. 

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